ANLAGENPLANUNG

Vollständiger Produktionszyklus für Holzkohle und Pflanzenkohle

Die industrielle Biokohlenstoffproduktion ist eine integrierte Kette – von Annahme und Aufbereitung der Holzbiomasse bis Karbonisierung, sicherer Kühlung, Sortierung, Verpackung und Nutzung der Pyrolyseenergie.

ANLAGE ZUR BIOKOHLEHERSTELLUNG
ANLAGE ZUR BIOKOHLEHERSTELLUNGSCHEMA DES INDUSTRIEKOMPLEXES
1. Gleisanschluss2. Rundholzentladung3. Rohstofflager (Rundholz)4. Holzzufuhr zum Hacker5. Holzhacker6. Hackschnitzellager7. Hackschnitzelzufuhr zu den Retorten8. Retorte Nr. 19. Retorte Nr. 210. Retorte Nr. 311. Biokohle-Austrag und Kühlung12. Kesselhaus und KWK-Anlage13. Stromeinspeisung ins Netz14. Wärmeeinspeisung ins Fernwärmenetz

01

Ein Gesamtprozess statt einzelner Maschinen

Die Qualität beginnt vor der Retorte. Feuchte, Körnung und gleichmäßige Dosierung bestimmen Wärmehaushalt, Leistung und Produkteigenschaften.

MAK GROUP stimmt Brecher, Trockner, Förderer, Retorten, Kühlung und Verpackung über Stoff- und Energiebilanzen ab. So werden Engpässe vermieden und Prozesswärme genutzt.

02

Zehn Stufen des Produktionszyklus

01

Annahme und Lagerung

Rohstoffe werden nach Art, Feuchte und Reserve angenommen, gewogen und gelagert.

02

Zerkleinerung

Holz und Reststoffe werden auf Sollgröße gebracht und von Fremdstoffen befreit.

03

Siebung

Überkorn und Feinanteile werden für einen gleichmäßigen Materialstrom getrennt.

04

Trocknung

Rückgewonnene Wärme senkt die Feuchte auf den Auslegungsbereich.

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Dosierte Beschickung

Bunker, Förderer und Schleusen sichern konstante Zufuhr und begrenzen Lufteintritt.

06

Karbonisierung

Biomasse durchläuft Erwärmung, Pyrolyse und Kohlenstoffbildung in der Retorte.

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Energiekreislauf

Pyrolysegas liefert Wärme für Retorte und Trocknung.

08

Geschlossene Kühlung

Sauerstoffarme Kühlung verhindert Entzündung des heißen Produkts.

09

Sortierung und Prüfung

Körnung, Feuchte, Asche, Flüchtige und Fixkohlenstoff werden kontrolliert.

10

Verpackung und Feinanteile

Ware wird verpackt; Feinanteile werden zu Briketts oder Pellets verarbeitet.

03

Geschlossener Wärmekreislauf

Die Anlage verwendet keinen externen Brennstoff. Die gesamte für die Karbonisierung erforderliche Wärme liefert das eigene Pyrolysegas. Von außen wird nur Strom für Antriebe, Ventilatoren, Pumpen, Steuerung und Automatisierung benötigt.

Überschusswärme kann Rohstoffe trocknen oder externe Verbraucher versorgen. Stromerzeugung ist bei geeigneter Konfiguration und bestätigter Energiebilanz möglich.

04

Eine Plattform – zwei Zielprodukte

01

Holzkohle

Der Betrieb wird auf Fixkohlenstoff, Flüchtige, Festigkeit und Handelsfraktion ausgelegt. Das Produkt dient als Brennstoff, Reduktionsmittel und erneuerbarer Industriekohlenstoff.

02

Pflanzenkohle

Kohlenstoffstabilität, Porosität, Sicherheit, Schadstoffe und Anwendung stehen im Vordergrund. Für Landwirtschaft und Umwelt kann eine Zertifizierung nötig sein.

05

Auslegungsdaten

01Art, Form und Menge der Biomasse

02Feuchte und Größenbereich

03Stunden- und Jahresleistung

04Anwendung und Spezifikation

05Standort, Klima und Logistik

06Verfügbare elektrische Leistung

07Abnehmer für Überschusswärme

08Umwelt- und Genehmigungsanforderungen

06 / FAQ

Häufige Fragen

Kann eine Anlage Holzkohle und Pflanzenkohle produzieren?

Ja, wenn Konstruktion und Regelung unterschiedliche Betriebsweisen unterstützen. Rohstoff, Temperaturprofil, Qualitätskontrolle und Spezifikation werden getrennt festgelegt.

Welche Rohstoffe sind möglich?

Scheitholz, vorbereitetes Holz, Hackschnitzel, ausgewählte pflanzliche Biomasse und PKS – nach Analyse und Versuchen.

Benötigt die Anlage Fremdbrennstoff?

Nein. Die Anlage nutzt keinen Fremdbrennstoff; das eigene Pyrolysegas liefert die gesamte Prozesswärme. Von außen kommt nur Strom für Antriebe, Ventilatoren, Pumpen, Steuerung und Automatisierung.

Was geschieht mit Feinanteilen?

Sie können gemahlen, mit Bindemittel gemischt und zu Holzkohlebriketts oder -pellets verarbeitet werden.

Kann Überschusswärme verkauft werden?

Ja, bei stabiler Wärmebilanz an Trockner, Industrie, Gewächshäuser oder Wärmenetze.

MAK GROUP / ENGINEERING

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