ANLAGENPLANUNG
Vollständiger Produktionszyklus für Holzkohle und Pflanzenkohle
Die industrielle Biokohlenstoffproduktion ist eine integrierte Kette – von Annahme und Aufbereitung der Holzbiomasse bis Karbonisierung, sicherer Kühlung, Sortierung, Verpackung und Nutzung der Pyrolyseenergie.

01
Ein Gesamtprozess statt einzelner Maschinen
Die Qualität beginnt vor der Retorte. Feuchte, Körnung und gleichmäßige Dosierung bestimmen Wärmehaushalt, Leistung und Produkteigenschaften.
MAK GROUP stimmt Brecher, Trockner, Förderer, Retorten, Kühlung und Verpackung über Stoff- und Energiebilanzen ab. So werden Engpässe vermieden und Prozesswärme genutzt.
02
Zehn Stufen des Produktionszyklus
Annahme und Lagerung
Rohstoffe werden nach Art, Feuchte und Reserve angenommen, gewogen und gelagert.
Zerkleinerung
Holz und Reststoffe werden auf Sollgröße gebracht und von Fremdstoffen befreit.
Siebung
Überkorn und Feinanteile werden für einen gleichmäßigen Materialstrom getrennt.
Trocknung
Rückgewonnene Wärme senkt die Feuchte auf den Auslegungsbereich.
Dosierte Beschickung
Bunker, Förderer und Schleusen sichern konstante Zufuhr und begrenzen Lufteintritt.
Karbonisierung
Biomasse durchläuft Erwärmung, Pyrolyse und Kohlenstoffbildung in der Retorte.
Energiekreislauf
Pyrolysegas liefert Wärme für Retorte und Trocknung.
Geschlossene Kühlung
Sauerstoffarme Kühlung verhindert Entzündung des heißen Produkts.
Sortierung und Prüfung
Körnung, Feuchte, Asche, Flüchtige und Fixkohlenstoff werden kontrolliert.
Verpackung und Feinanteile
Ware wird verpackt; Feinanteile werden zu Briketts oder Pellets verarbeitet.
03
Geschlossener Wärmekreislauf
Die Anlage verwendet keinen externen Brennstoff. Die gesamte für die Karbonisierung erforderliche Wärme liefert das eigene Pyrolysegas. Von außen wird nur Strom für Antriebe, Ventilatoren, Pumpen, Steuerung und Automatisierung benötigt.
Überschusswärme kann Rohstoffe trocknen oder externe Verbraucher versorgen. Stromerzeugung ist bei geeigneter Konfiguration und bestätigter Energiebilanz möglich.
04
Eine Plattform – zwei Zielprodukte
Holzkohle
Der Betrieb wird auf Fixkohlenstoff, Flüchtige, Festigkeit und Handelsfraktion ausgelegt. Das Produkt dient als Brennstoff, Reduktionsmittel und erneuerbarer Industriekohlenstoff.
Pflanzenkohle
Kohlenstoffstabilität, Porosität, Sicherheit, Schadstoffe und Anwendung stehen im Vordergrund. Für Landwirtschaft und Umwelt kann eine Zertifizierung nötig sein.
05
Auslegungsdaten
01Art, Form und Menge der Biomasse
02Feuchte und Größenbereich
03Stunden- und Jahresleistung
04Anwendung und Spezifikation
05Standort, Klima und Logistik
06Verfügbare elektrische Leistung
07Abnehmer für Überschusswärme
08Umwelt- und Genehmigungsanforderungen
06 / FAQ
Häufige Fragen
Kann eine Anlage Holzkohle und Pflanzenkohle produzieren?
Ja, wenn Konstruktion und Regelung unterschiedliche Betriebsweisen unterstützen. Rohstoff, Temperaturprofil, Qualitätskontrolle und Spezifikation werden getrennt festgelegt.
Welche Rohstoffe sind möglich?
Scheitholz, vorbereitetes Holz, Hackschnitzel, ausgewählte pflanzliche Biomasse und PKS – nach Analyse und Versuchen.
Benötigt die Anlage Fremdbrennstoff?
Nein. Die Anlage nutzt keinen Fremdbrennstoff; das eigene Pyrolysegas liefert die gesamte Prozesswärme. Von außen kommt nur Strom für Antriebe, Ventilatoren, Pumpen, Steuerung und Automatisierung.
Was geschieht mit Feinanteilen?
Sie können gemahlen, mit Bindemittel gemischt und zu Holzkohlebriketts oder -pellets verarbeitet werden.
Kann Überschusswärme verkauft werden?
Ja, bei stabiler Wärmebilanz an Trockner, Industrie, Gewächshäuser oder Wärmenetze.
MAK GROUP / ENGINEERING
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