KARBONISIERUNGSTECHNIK

Funktionsweise einer kontinuierlichen Karbonisierungsretorte

Eine kontinuierliche Retorte wandelt vorbereitete Holzbiomasse in einem geregelten, geschlossenen Prozess mit kontrollierter Temperatur, Verweilzeit, Gasführung und Kühlung in Holzkohle oder Pflanzenkohle um.

ANLAGE MIT 3 LAMBIOTTE-RETORTEN
ANLAGE MIT 3 LAMBIOTTE-RETORTENPRODUKTION VON BIOKOHLE, ENERGIE UND WÄRME AUS HOLZHACKSCHNITZELN
Retorte 1Retorte 2Retorte 3Rohstofflager (Rundholz)RohstoffbrecherHackschnitzelbrecherHackschnitzellagerFörderlinien zur Beschickung der RetortenKesselhaus — Strom- und WärmeerzeugungBiokohlelagerVerwaltung und SteuerungFernwärmenetze — Versorgung von Stadt und Industrie

01

Prinzip des kontinuierlichen Prozesses

Der Rohstoff wird oben dosiert zugeführt und das Kohlenstoffprodukt unten kontinuierlich ausgetragen. Dabei durchläuft es Erwärmung, Resttrocknung, Pyrolyse, Karbonisierung und Stabilisierung.

Im Gegensatz zu Chargenmeilern hält das System einen stationären Wärmezustand. Zufuhr und Austrag werden auf Holzart, Körnung, Feuchte und Produktspezifikation abgestimmt.

Die Karbonisierung liegt häufig bei etwa 400–650 °C; das genaue Profil hängt von Anlage, Rohstoff und Zielprodukt ab.

02

Hauptprozessstufen

01

Rohstoffvorbereitung

Holz oder Hackschnitzel werden kalibriert, gereinigt und bei Bedarf getrocknet.

02

Dosierte Beschickung

Eine Schleuse führt Material zu und begrenzt unkontrollierten Lufteintritt.

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Erwärmung und Trocknung

Restfeuchte wird entfernt; rückgewonnene Wärme kann die Vortrocknung versorgen.

04

Pyrolyse und Karbonisierung

Bei begrenztem Sauerstoff zerfällt Holz in festen Kohlenstoff, Gas und kondensierbare Stoffe.

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Endverweilzeit

Temperatur und Zeit bestimmen Fixkohlenstoff, Flüchtige und Struktur.

06

Dichter Austrag und Kühlung

Sauerstoffarme Kühlung reduziert Zündrisiko und Kohlenstoffverlust.

03

Pyrolysegas und Energiekreislauf

Pyrolysegas enthält brennbare Bestandteile, Dampf, Partikel und kondensierbare Organik.

Nach Abscheidung und Aufbereitung kann es in einer Hochtemperaturkammer verbrannt werden. Die Energie versorgt Karbonisierung, Trocknung und externe Wärmeverbraucher.

Kessel, Wärmetauscher oder KWK sind bei stabilem Überschuss möglich; Stromerzeugung erfordert eine projektspezifische Energiebilanz.

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Kontinuierliche Retorte und Chargenmeiler

Kontinuierliche RetorteTraditioneller Chargenmeiler
BetriebKontinuierliche Zufuhr und AustragGetrennte Lade-, Brenn- und Kühlzyklen
RegelungMessung von Temperatur, Zufuhr und DruckStark bedienerabhängig
ProzessgasGeordnete Sammlung und NutzungOft begrenzte Nutzung
QualitätBesser reproduzierbarGrößere Chargenschwankung
SkalierungModulare ErweiterungMehr Meiler erforderlich
InvestitionHöhere AnfangsintegrationNiedriger Einstieg, mehr Handarbeit

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Daten für die Projektierung

01Rohstoffart, Holzart und Menge

02Form: Holz, Hackschnitzel, PKS oder Biomasse

03Feuchte und Körnung

04Stunden- und Jahresleistung

05Produktspezifikation

06Medien und Wärmenutzer

07Klima, Infrastruktur, Umweltauflagen und Logistik

06 / FAQ

Häufige Fragen

Kann eine Retorte Holzkohle und Pflanzenkohle erzeugen?

Oft ja, jedoch müssen Betriebsweise, Rohstoff und Spezifikation festgelegt werden; für bestimmte Anwendungen ist eine Zertifizierung nötig.

Arbeitet die Anlage ohne Fremdbrennstoff?

Die Anlage verwendet keinen externen Brennstoff. Die gesamte für die Karbonisierung erforderliche Wärmeenergie wird durch das eigene Pyrolysegas bereitgestellt. Von außen wird nur Strom für Antriebe, Ventilatoren, Pumpen, Steuerung und Automatisierung benötigt.

Sind Hackschnitzel statt Scheitholz möglich?

Ja, wenn Beschickung, Gasführung, Materialhaltung und Kühlung dafür ausgelegt sind.

Ist Stromerzeugung möglich?

Ja, bei stabilem Wärmeüberschuss und geeigneter KWK; Grundlage ist eine Wärme- und Strombilanz.

MAK GROUP / ENGINEERING

Wir konfigurieren die Anlage für Ihren Rohstoff

Nennen Sie Rohstoff, Feuchte, Zielprodukt, Leistung und Projektland.

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